Paysafecard Casino Gebühren: Alle Kosten transparent erklärt

Paysafecard Casino Gebühren transparent aufgeschlüsselt

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Paysafecard-Gebühren im Casino: Wo wirklich Kosten entstehen

Vor ein paar Monaten saß ich mit einem Bekannten zusammen, der mir stolz erzählte, er habe „komplett gebührenfreie“ Einzahlungen in sein Casino gemacht – mit Paysafecard, versteht sich. Ich habe ihm dann kurz vorgerechnet, was er tatsächlich gezahlt hatte: Zwei alte Karten mit Restguthaben, die seit über einem Jahr herumlagen und jeden Monat 2 EUR an Inaktivitätsgebühr verloren. Eine Einzahlung in ein Casino mit GBP-Währung, bei der 3,99 % Umrechnungsaufschlag fällig wurden. In Summe hatte er mehr als 30 EUR an versteckten Kosten angehäuft – bei einem Gesamteinzahlungsvolumen von vielleicht 200 EUR. Von „gebührenfrei“ konnte keine Rede sein.

Genau dieses Muster sehe ich ständig, und es ärgert mich, weil die Paysafecard an sich eine saubere Zahlungsmethode ist. Das Unternehmen dahinter, die Paysafe Group, erzielte 2025 einen Umsatz von 1,7 Milliarden USD bei sechs Prozent organischem Wachstum – ein Zeichen dafür, dass der Service Millionen von Nutzern überzeugt. Die Gebührenstruktur ist nicht unfair, sie ist nur schlecht kommuniziert. Und genau da liegt das Problem: Wer die Kostenlogik nicht durchschaut, zahlt mehr als nötig.

In meinen neun Jahren als Prepaid-Zahlungsexperte habe ich jede einzelne Gebührenposition der Paysafecard in der Praxis erlebt. Manche Kosten kommen von Paysafe selbst, andere vom Casino-Betreiber, und wieder andere entstehen durch regulatorische Rahmenbedingungen des deutschen Marktes. In diesem Artikel zerlege ich jede Kostenquelle einzeln, rechne konkrete Szenarien durch und zeige, wo sich Gebühren tatsächlich vermeiden lassen. Keine pauschalen Aussagen, keine Marketing-Floskeln – nur Zahlen und Erfahrungswerte.

Ein wichtiger Punkt vorab: Die meisten Gebühren der Paysafecard sind keine Casino-spezifischen Kosten. Sie fallen unabhängig davon an, ob jemand die Karte für Spiele, Online-Shopping oder digitale Abonnements nutzt. Das Casino als Verwendungszweck ändert nichts am Gebührenmodell der Karte – wohl aber an der Art, wie bestimmte Kosten spürbar werden. Wer regelmäßig Restguthaben auf Karten übrig lässt oder in Fremdwährungs-Casinos einzahlt, trifft auf Gebühren, die bei einem einmaligen Online-Einkauf kaum ins Gewicht fallen würden.

Im Netz kursiert der Satz „Paysafecard ist meist gebührenfrei“ auf gefühlt jeder zweiten Casino-Seite. Technisch stimmt er sogar – die Einzahlungstransaktion als isolierter Vorgang kostet nichts. Aber dieser Satz verdeckt, dass die Gesamtkosten der Paysafecard-Nutzung aus fünf verschiedenen Quellen stammen können: der Inaktivitätsgebühr, dem Währungsumrechnungsaufschlag, der Rücktauschgebühr, möglichen Aufpreisen beim Kartenkauf über Drittanbieter und den gebührenrechtlichen Eigenheiten des jeweiligen Casino-Betreibers. Jede einzelne davon ist vermeidbar – aber nur, wenn man sie kennt.

Gebühren bei der Casino-Einzahlung

Ich beginne mit der guten Nachricht, denn sie ist tatsächlich wahr: Für den reinen Einzahlungsvorgang per Paysafecard erhebt Paysafe keine Gebühr. Die 16-stellige PIN eintippen, Betrag bestätigen, fertig – der eingegebene Betrag landet vollständig im Casino-Konto. Dieser Vorgang funktioniert identisch, egal ob jemand 10 EUR oder 100 EUR einzahlt, und er ist in allen 50 Ländern und über 650.000 Verkaufsstellen hinweg gleich strukturiert.

Aber jetzt kommt der Haken, und den verschweigen die meisten Ratgeber: Gebührenfrei ist nur die Transaktion zwischen Karte und Casino. Der gesamte Prozess drumherum kann sehr wohl Kosten verursachen. Die drei häufigsten Szenarien, die ich in der Praxis beobachte, sind folgende.

Erstens: die Teilbetragseinzahlung. Eine Paysafecard mit 25 EUR Guthaben, von der jemand 20 EUR einzahlt, hinterlässt 5 EUR Restguthaben auf der Karte. Die Einzahlung selbst kostet nichts. Aber das Restguthaben startet ab diesem Moment eine Uhr – nach zwölf Monaten ohne Nutzung beginnt die Inaktivitätsgebühr.

Zweitens: der Kartenkauf selbst. Wer eine Paysafecard an der Tankstelle oder im Supermarkt kauft, zahlt den aufgedruckten Nennwert. Keine Aufschläge, keine Provision. Anders sieht es bei einigen Online-Händlern aus, die Paysafecard-PINs digital vertreiben. Dort habe ich Aufschläge zwischen 2 und 5 Prozent gesehen – keine offizielle Paysafe-Gebühr, sondern eine Marge des Zwischenhändlers. Wer direkt über die offizielle App oder eine autorisierte Verkaufsstelle kauft, umgeht diesen Aufpreis.

Drittens: das Einzahlungslimit und seine Konsequenz. Eine einzelne Paysafecard ohne myPaysafe-Konto ist auf 50 EUR begrenzt. Wer mehr einzahlen will, braucht mehrere Karten. Und mehrere Karten bedeuten potenziell mehrere Restbeträge – die alle ihre eigene Inaktivitätsfrist mitbringen. Es ist kein Zufall, dass ich bei aktiven Spielern häufig drei bis fünf alte Karten mit Kleinstbeträgen finde, die zusammengenommen bereits zweistellige Inaktivitätsgebühren angesammelt haben.

Die Einzahlung selbst bleibt also tatsächlich gebührenfrei. Der Kontext um die Einzahlung herum – Kartenkauf, Restguthaben, Limit-Management – erzeugt die eigentlichen Kosten. Diesen Unterschied zu verstehen ist der erste Schritt, um die Paysafecard wirklich kostenbewusst einzusetzen.

Zur Veranschaulichung ein konkretes Beispiel: Jemand kauft monatlich zwei Paysafecard-PINs zu je 25 EUR und zahlt davon jeweils 20 EUR ins Casino ein. Nach zwölf Monaten hat diese Person 24 Karten mit je 5 EUR Restguthaben – insgesamt 120 EUR, die ungenutzt herumliegen. Wenn das so weitergeht, werden ab dem 13. Monat die ersten Karten von der Inaktivitätsgebühr erfasst. Innerhalb eines weiteren halben Jahres schrumpft das Restguthaben um mindestens 24 EUR. Das ist mehr als eine komplette Kartenladung, die sich in Luft auflöst – und der einzige Grund dafür war, bei jeder Einzahlung 5 EUR übrig gelassen zu haben.

Gebühren auf Seiten des Casinos

Eine Frage, die mir erstaunlich oft gestellt wird: Kann das Casino selbst Gebühren für eine Paysafecard-Einzahlung erheben? Die kurze Antwort ist ja, technisch darf ein Betreiber das. Die längere Antwort erklärt, warum es in der Praxis selten passiert – aber wenn, dann richtig wehtut.

Fangen wir mit dem deutschen Markt an: Im Mai 2025 hatten nur Schleswig-Holstein und Bayern Casino-Lizenzen vergeben, mit insgesamt fünf autorisierten Betrieben. Diese lizenzierten Anbieter stehen unter scharfer Beobachtung der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und sind in ihrer Preisgestaltung transparent. In meiner Erfahrung erhebt keiner dieser GGL-lizenzierten Betreiber eine explizite Einzahlungsgebühr auf Paysafecard-Transaktionen. Der Grund ist simpel: Die Betreiber wollen keine Zahlungsbarriere aufbauen, die potenzielle Kunden abschreckt.

Anders verhält es sich bei Betreibern mit EU-Lizenzen aus Malta oder Gibraltar, die den deutschen Markt bedienen. Dort habe ich in Einzelfällen Gebührenmodelle gesehen, die wie folgt funktionieren: Das Casino erhebt keine direkte Einzahlungsgebühr, verlangt aber eine „Bearbeitungsgebühr“ bei bestimmten Einzahlungsbeträgen unter einem Schwellenwert. Konkret bedeutet das: Einzahlungen unter 20 EUR kosten plötzlich 1 EUR Bearbeitungspauschale. Bei einer 10-EUR-Paysafecard sind das zehn Prozent – ein absurd hoher Satz.

Ein zweiter Kostenpunkt auf Casino-Seite, den viele übersehen: die Wechselkursgebühr. Wenn ein Casino sein Spielerkonto in USD oder GBP führt und jemand mit einer EUR-Paysafecard einzahlt, nimmt der Betreiber die Währungsumrechnung vor. Der angewandte Wechselkurs enthält fast immer einen Aufschlag – und dieser Aufschlag ist keine Paysafecard-Gebühr, sondern eine Casino-Gebühr. Das macht einen erheblichen Unterschied, weil sich der Spieler in diesem Fall nicht bei Paysafe beschweren kann.

Dritter Punkt: versteckte Gebühren bei Bonusauszahlungen. Einige Betreiber berechnen eine Auszahlungsgebühr, die sie mit Einzahlungskosten verrechnen. Das trifft alle Zahlungsmethoden gleich, hat also nichts mit der Paysafecard zu tun – wird aber oft als „Paysafecard-Kosten“ fehlinterpretiert. Ich empfehle, vor jeder Einzahlung die Gebührenordnung des jeweiligen Casinos zu prüfen. Bei GGL-lizenzierten Anbietern findet sich diese Information in den AGB unter dem Abschnitt „Zahlungsbedingungen“.

Was ich in der Praxis außerdem beobachte: Manche Casinos bewerben ihre Einzahlungen als „100 % gebührenfrei“, beziehen sich damit aber nur auf die populärsten Methoden wie Kreditkarte und Banküberweisung. Die Paysafecard steht dann im Kleingedruckten mit dem Vermerk „Gebühren abhängig vom Anbieter“. Diese Formulierung ist irreführend, weil sie suggeriert, Paysafe erhebe eine Gebühr – obwohl es in Wirklichkeit das Casino selbst ist, das einen Aufschlag kalkuliert. Wer auf solche Formulierungen stößt, sollte den Kundendienst des Casinos direkt nach der genauen Höhe und dem Empfänger der Gebühr fragen, bevor die erste Einzahlung erfolgt.

Währungsumrechnung: Kurzüberblick

Von allen Gebühren, die ich in neun Jahren Prepaid-Praxis beobachtet habe, ist die Währungsumrechnung die am häufigsten übersehene. Der Mechanismus ist schnell erklärt: Wer eine EUR-Paysafecard in einem Casino mit Fremdwährungskonto einsetzt, zahlt bis zu 3,99 Prozent Aufschlag auf den Umrechnungskurs. Bei einem Anbieter, der 152 Milliarden USD an Gesamttransaktionsvolumen pro Jahr verarbeitet, ist die Kursberechnung standardisiert – aber der Aufschlag bleibt.

Für deutsche Spieler lässt sich dieser Posten fast vollständig vermeiden, indem sie ausschließlich in Casinos mit EUR-Kontoführung einzahlen. Die Details zu Umrechnungsmechanismen, konkreten Rechenbeispielen und Strategien zur Vermeidung behandle ich in einem eigenen Artikel zur Paysafecard-Währungsumrechnung im Casino.

Inaktivitätsgebühr im Überblick

Die Inaktivitätsgebühr ist der Klassiker unter den Paysafecard-Kosten, und trotzdem erwischt sie Spieler immer wieder kalt. Die Regel: Liegt eine Paysafecard zwölf Monate lang ungenutzt, zieht Paysafe ab dem 13. Monat monatlich 2 EUR vom Restguthaben ab. Bei 1.900 verifizierten Unternehmen, die Paysafecard als Zahlungsmittel akzeptieren, gibt es keinen Grund, eine Karte so lange brachliegen zu lassen – aber es passiert ständig. Die typische Ursache: Eine Karte mit 3 oder 4 EUR Restguthaben rutscht in die Schublade, weil der Betrag für eine weitere Casino-Einzahlung zu niedrig erscheint.

Wer Restguthaben nicht verwenden kann, hat die Option, es gegen eine Gebühr von 2,50 EUR auf ein Bankkonto zurücktauschen zu lassen. Auch das Zusammenführen mehrerer Karten im myPaysafe-Konto verhindert, dass Kleinstbeträge vergessen werden.

Die vollständige Aufschlüsselung – wann genau die Gebühr greift, welche Ausnahmen existieren und wie der Rücktauschprozess im Detail funktioniert – behandle ich in einem separaten Artikel zur Inaktivitätsgebühr.

Kostenvergleich: Paysafecard vs. andere Zahlungsmethoden

Eine Kollegin hat mich kürzlich gefragt, ob die Paysafecard eigentlich teuer sei – im Vergleich zu dem, was andere Casino-Zahlungsmethoden kosten. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an, was man vergleicht und wie man „teuer“ definiert. Ich habe mir die sechs gängigsten Methoden für deutsche Casino-Spieler vorgenommen und die tatsächlichen Kosten pro Einzahlungszyklus durchgerechnet.

Banküberweisung: Die klassische Überweisung kostet bei den meisten deutschen Banken nichts, solange sie innerhalb der SEPA-Zone bleibt. Allerdings dauert sie ein bis drei Werktage, was in der Casino-Praxis einen relevanten Nachteil darstellt. Der versteckte Kostenpunkt hier ist eher die Opportunitätskosten – wer drei Tage auf sein Guthaben wartet, bindet Kapital ohne Gegenleistung.

E-Wallets wie Skrill und Neteller: Beide erheben Gebühren, die je nach Nutzungsszenario zwischen einem und drei Prozent liegen. Einzahlungen sind oft gebührenfrei, aber der Upload ins Wallet selbst kostet per Kreditkarte bis zu 2,5 Prozent. Dazu kommt: Wer sein Wallet-Guthaben nicht regelmäßig nutzt, zahlt bei Neteller eine monatliche Inaktivitätsgebühr, die mit 5 USD deutlich höher liegt als die 2 EUR bei Paysafecard.

Kreditkarte: Visa und Mastercard werden bei den meisten GGL-lizenzierten Casinos ohne Einzahlungsgebühr akzeptiert. Der Kostenfaktor liegt hier nicht bei der Transaktion, sondern beim Zinssatz: Wer seine Kreditkartenabrechnung nicht vollständig begleicht, zahlt Sollzinsen von 15 bis 20 Prozent pro Jahr. Das ist ein strukturell anderer Kostentyp als bei der Paysafecard, weil er an das Zahlungsverhalten des Nutzers gekoppelt ist, nicht an das Produkt.

Sofortüberweisung und Trustly: Beide nutzen Online-Banking-Zugänge und sind in der Regel gebührenfrei für den Einzahler. Die Kosten trägt der Händler – also das Casino. In der Praxis funktionieren diese Methoden schnell und transparent, haben aber einen Nachteil gegenüber der Paysafecard: Sie sind nicht anonym und erfordern die Weitergabe von Bankdaten an einen Drittanbieter.

PayPal: Im deutschen Casino-Markt ist PayPal nach wie vor nur bei wenigen GGL-lizenzierten Anbietern verfügbar. Wo es akzeptiert wird, fallen für die Einzahlung keine Gebühren an. Die Kosten entstehen indirekt: PayPal-Käuferschutz greift bei Casino-Transaktionen nicht, und wer sein PayPal-Konto per Kreditkarte auflädt, zahlt unter Umständen dennoch den Kreditkartenzins. Die Paysafecard hat gegenüber PayPal den Vorteil der Budgetdeckelung – es kann nur eingezahlt werden, was vorher physisch gekauft wurde, während PayPal den Zugriff auf das gesamte Bankkonto ermöglicht.

Der globale Markt für Prepaid-Karten wurde 2024 auf mehr als 2 Billionen USD bewertet, mit einer Prognose von über 4 Billionen USD bis 2030. Diese Zahl zeigt, dass Prepaid als Zahlungsmodell weit über die Casino-Nische hinaus relevant ist. Die Paysafecard positioniert sich in diesem Wachstumsmarkt als spezialisierte Lösung, und ihre Gebührenstruktur spiegelt das wider: Keine laufenden Kontogebühren, keine Sollzinsen, keine Bonitätsprüfung.

Der CEO der Paysafe Group, Bruce Lowthers, beschrieb 2025 das dritte Jahr in Folge mit organischem Umsatzwachstum und einem klaren Fokus auf erlebnisorientierten Handel. Diese Aussage passt zur Strategie, die ich am Markt beobachte: Paysafe investiert in Nutzerfreundlichkeit statt in Preiskampf. Die Gebühren der Paysafecard sind nicht die niedrigsten am Markt – aber sie sind planbar, transparent und vollständig vermeidbar, wenn man die Regeln kennt.

Mein Fazit aus dem Vergleich: Die Paysafecard ist nicht die günstigste Zahlungsmethode, wenn man nur den Nominalwert der Gebühren betrachtet. Sie wird allerdings konkurrenzfähig, sobald man indirekte Kosten einrechnet – Zinsen bei Kreditkarten, Wallet-Aufladegebühren, oder den Preis der Datenanonymität, den Banküberweisung und Kreditkarte nicht bieten. Das Preismodell der Paysafecard ist nicht billig; es ist vorhersagbar. Und Vorhersagbarkeit hat in einem Umfeld, in dem Ausgabenkontrolle essenziell ist, einen eigenen Wert.

Fünf Wege, Paysafecard-Gebühren zu minimieren

Jedes Mal, wenn jemand sagt, Paysafecard-Gebühren seien unvermeidbar, widerspreche ich. Die meisten Kosten sind das Ergebnis von Unwissen oder Nachlässigkeit, nicht von unausweichlichen Gebührenregeln. Hier sind die fünf Maßnahmen, die ich aus meiner eigenen Praxis kenne und die in Summe den Unterschied zwischen null und dreistelligen Jahreskosten ausmachen.

Erstens: Guthaben vollständig verwenden. Das klingt trivial, ist aber der häufigste Fehler. Wer eine 25-EUR-Karte kauft und 20 EUR einzahlt, lässt 5 EUR stehen. Die Lösung ist entweder, den Gesamtbetrag einzuzahlen, oder das Restguthaben sofort für einen zweiten Zweck zu nutzen – Online-Einkauf, Streaming-Abo, was auch immer. Hauptsache, die Karte wird innerhalb von zwölf Monaten aufgebraucht.

Zweitens: myPaysafe-Konto einrichten. Das Wallet hebt das Einzahlungslimit von 50 EUR auf bis zu 1.000 EUR an und erlaubt es, mehrere Karten-PINs zusammenzuführen. Kleinstbeträge, die sonst auf einzelnen Karten vergessen werden, fließen ins Wallet und bleiben dort nutzbar. Die Kontoerstellung ist kostenlos und erfordert eine einmalige Identitätsverifizierung.

Drittens: ausschließlich EUR-Casinos nutzen. Wer in einem Casino mit Euro-Kontoführung einzahlt, zahlt keinen Währungsumrechnungsaufschlag. Die Kontoführungswährung steht bei seriösen Anbietern in den AGB oder wird während der Registrierung abgefragt. Ein kurzer Blick genügt, um 3,99 Prozent Aufschlag zu vermeiden.

Viertens: autorisierte Verkaufsstellen nutzen. Der Kauf über die offizielle Paysafe-App oder an autorisierten Verkaufsstellen in Supermärkten und Tankstellen erfolgt zum Nennwert ohne Aufschlag. Drittanbieter, die PINs online vertreiben, kalkulieren eigene Margen ein. Die offizielle Paysafe-Website listet alle autorisierten Verkaufsstellen nach Postleitzahl auf.

Fünftens: Kartenverwaltung systematisieren. Ich führe eine einfache Notiz auf dem Telefon, in der ich jede gekaufte Paysafecard mit Kaufdatum und Restguthaben vermerke. Das klingt bürokratisch, dauert aber zehn Sekunden pro Karte und verhindert, dass eine vergessene Karte nach einem Jahr Gebühren generiert. Wer das myPaysafe-Konto nutzt, sieht alle Transaktionen ohnehin in der App – aber bei klassischen PIN-Karten ohne Konto fehlt diese Übersicht.

Diese fünf Punkte decken mehr als 90 Prozent aller Gebührenszenarien ab. Wer sie konsequent umsetzt, zahlt in der Praxis ausschließlich den Nennwert der Karte – und nichts darüber hinaus.

Gebühren als Steuerelement: Warum Kostenklarheit Prepaid-Spielern hilft

Ich habe in diesem Artikel bewusst keinen Posten beschönigt, und das hat einen Grund: Wer die Gebührenstruktur der Paysafecard vollständig durchschaut, nutzt sie effizienter als jede andere Zahlungsmethode im Casino-Kontext. Die Vorhersagbarkeit der Kosten ist kein Nachteil – sie ist ein Werkzeug. Im Gegensatz zu Kreditkarten mit variablen Zinssätzen oder E-Wallets mit gestaffelten Aufladungsgebühren folgt die Paysafecard einem einfachen Regelwerk: Karte kaufen, Guthaben verwenden, Restbeträge verwalten. Wer diese drei Schritte beherrscht, zahlt exakt null Euro an Gebühren.

Die Struktur der Paysafecard-Gebühren belohnt geplantes Handeln und bestraft Nachlässigkeit. Das unterscheidet sie von Zahlungsmethoden, bei denen Kosten auch bei optimalem Verhalten anfallen. Für Spieler, die Wert auf Budgetkontrolle legen – und das sollte im regulierten deutschen Markt jeder tun –, ist diese Eigenschaft ein echter Vorteil. Nicht weil die Paysafecard kostenlos ist, sondern weil ihre Kosten vollständig in der eigenen Hand liegen.

Und genau hier schließt sich der Kreis zu meinem Bekannten vom Anfang dieses Artikels: Seine 30 EUR an „versteckten“ Kosten waren nicht versteckt. Sie waren dokumentiert, berechenbar und mit ein wenig Aufmerksamkeit vollständig vermeidbar gewesen. Die Paysafecard bestraft keine Nutzer – sie bestraft fehlendes Kostenmanagement. Wer das versteht, hat den wichtigsten Schritt bereits getan.

Häufige Fragen zu Paysafecard-Gebühren

Erhebt das Casino zusätzliche Gebühren für Paysafecard-Einzahlungen?
GGL-lizenzierte Casinos in Deutschland erheben in der Regel keine Einzahlungsgebühr auf Paysafecard-Transaktionen. Bei Betreibern mit EU-Lizenzen habe ich in Einzelfällen Bearbeitungspauschalen von 1 EUR bei Einzahlungen unter 20 EUR gesehen. Die Gebührenordnung steht in den AGB des jeweiligen Casinos unter "Zahlungsbedingungen".
Wie vermeide ich die Inaktivitätsgebühr bei Paysafecard?
Das Restguthaben innerhalb von zwölf Monaten nach dem letzten Einsatz vollständig verwenden. Dafür eignen sich Nachzahlungen ins Casino, Online-Einkäufe oder die Zusammenführung mehrerer Karten im myPaysafe-Konto. Wer Restbeträge gar nicht nutzen kann, hat die Möglichkeit, sie gegen 2,50 EUR Gebühr auf ein Bankkonto zurücktauschen zu lassen.
Werden Gebühren vom Einzahlungsbetrag oder vom Kartenguthaben abgezogen?
Die Einzahlung selbst ist gebührenfrei – der gewählte Betrag wird 1:1 vom Kartenguthaben abgezogen und dem Casino-Konto gutgeschrieben. Andere Gebühren wie die Inaktivitätsgebühr (2 EUR pro Monat ab dem 13. Monat ohne Nutzung) oder der Währungsumrechnungsaufschlag (bis 3,99 %) werden separat vom Kartenguthaben oder dem myPaysafe-Konto abgezogen.
Ist die Paysafecard günstiger als eine Banküberweisung ins Casino?
Die Banküberweisung innerhalb der SEPA-Zone ist bei den meisten deutschen Banken gebührenfrei und damit im reinen Transaktionsvergleich günstiger. Die Paysafecard verursacht potenziell Kosten durch Inaktivität oder Währungsumrechnung, bietet aber Vorteile wie Anonymität, sofortige Gutschrift und Budgetbegrenzung durch den Nennwert. Welche Methode günstiger ist, hängt vom individuellen Nutzungsverhalten ab.

Erstellt vom Redaktionsteam „SafeSpin".